Hoffnung für das Heißumer Gutshaus!

Vortrag im Leo von Klenze-Museum

Datum:

16.10.2026

Uhrzeit:

19:00 Uhr

Ort:

Leo von Klenze Museum, Damm 14, 38315 Schladen

Region:

Schladen-Werla

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Der Förderverein Leo von Klenze Museum e.V. lädt alle Interessierten herzlich zu einem Vortrag von Dr. Hermann Neumann am Freitag, dem 16. Oktober 2026 um 19.00 Uhr in das Klenze-Haus am Damm 14 in Schladen ein.

Der Architekt Leo von Klenze (1784-1864) gehört neben Karl Friedrich Schinkel zu den bedeutendsten deutschen Architekten des 19. Jahrhunderts. Geboren bei Schladen führten ihn später seine Studien nach Berlin und Paris, um ab 1816 in Diensten des Bayrischen Kronprinzen Ludwig erste Museumsbauten (Glyptothek, später noch die sog. Alte Pinakothek in München, Neue Eremitage St. Petersburg) auszuführen. Mit der Thronbesteigung Ludwigs 1825 wird der monumentale Ausbau der Münchner Residenz zu seinem Meisterwerk. Es folgen städtebauliche Projekte, wieder für München (Ludwigstraße) oder Athen. Auch als Diplomat, Behördenleiter (Oberste Baubehörde), Maler und Architekturtheoretiker macht sich der 1833 mit dem erblichen Adel ausgezeichnete Baukünstler einen Namen. 1863 vollendete Klenze das bedeutendste von Ludwig I. geschaffene Nationaldenkmal, die Befreiungshalle bei Kelheim. Schon zuvor hatte er mit der Walhalla bei Donaustauf und der Münchner Ruhmeshalle Symbolbauten des Landes geschaffen.

Eine seiner Lebensstationen war auch Heißum. Dort ins geerbte Gutshaus zog die Familie 1791, als sein Vater Gotthelf Friedrich Klenze Amtmann von Liebenburg wurde. Der damals siebenjährige Leo wächst hier in Heißum zu einem jungen Mann heran und empfängt gewiss eine Reihe von Prägungen, die sein späteres langes Leben begleiten sollten. Mit dem Eintritt in das Braunschweiger Collegium Carolinum endet Leos Heißumer Zeit, wobei der Kontakt zur Familie und in den Nordharz gewiss erhalten blieb. 

Später kam das Heißumer Gutshaus dann in andere Hände. Anfang des 20. Jahrhunderts ließ es Baron von Kronenfeldt 1902 vom Hildesheimer Architekten Ferdinand Bleckmann herrichten. Anfang des Jahrtausends zogen aber die letzten Mieter aus. Seitdem stand das Gebäude leer. Leider verfällt das Gutshaus seit Jahren und entwickelte sich so zu einem Lost Place. Obwohl es direkt an der Ortsdurchfahrt steht, war es doch viele Jahre kaum zu sehen. Denn der einstige parkähnliche Garten ist verwildert.

Die Hoffnung für das Denkmal kehrt nun mit Dr. Hermann Neumann zurück. Den 70-Jährigen begleitet Klenze nicht nur seit seiner Kindheit, als er in Kelheim aufgewachsen ist, wo Klenzes monumentale Befreiungshalle steht, sondern auch sein Berufsleben lang als Hauptkonservator der Bayerischen Schlösserverwaltung in München.

Als er 2020 Kontakt mit dem Schladener Förderverein Leo von Klenze-Museum aufnahm, kam er erstmals nach Heißum. Dort schmerzte ihn der Anblick des ehemaligen Wohnhauses der Familie Klenze. Seit 2024 hat er sich der Gutshaus-Rettung verschrieben.

Über seine Arbeit und Fortschritte will er jetzt auch in Schladen berichten. Bei dem 1. Vortrag im Juni in Heißum war das Interesse riesig.  Der Förderverein Leo von Klenze-Museum e.V. freut sich auf viele Besucher. Weitere Infos unter 05335 5861.