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Geschichte Ortsteil Isingerode

Isingerode liegt am Eckergraben, der in früheren Zeiten gebaut wurde. Er diente dazu, die Felder, insbesondere die Wiesen im Steinfeld zu bewässern. Die Ecker entspringt im Brockengebiet und mündet in Wiedelah in die Oker; kurz vorher wird durch ein Rohr eine bestimmte Wassermenge in den Eckergraben geleitet. Am Eckergraben entwickelten sich 4 Dörfer, so auch Isingerode. Außerdem trieb der Eckergraben 6 Wassermühlen an, die inzwischen aber stillgelegt sind. Er mündet dann hinter der Steinfeldermühle ebenfalls in die Oker.

In einer Urkunde von Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) 1188 wurde Isingerode erwähnt. Eine frühere Erwähnung in einer Urkunde Heinrich II. 1013 muss noch überprüft werden.

Isingerode war immer eng mit Hornburg verbunden. Der Ort hatte nie eine eigene Kirche, sondern gehörte zur evangelischen Kirchengemeinde in Hornburg. Nach dem Krieg wurde in Hornburg auch eine katholische Kirche gebaut, die auch für Isingerode zuständig ist.

Die Domäne Hornburg hatte ein großes Vorwerk in Isingerode, um ihre Ackerflächen in diesem Gebiet günstiger bewirtschaften zu können.

Auch der Friedhof von Isingerode lag direkt vor den Mauern der Stadt Hornburg. In den Jahren 1959 - 1963 wurde in Isingerode ein neuer Friedhof mit Kapelle angelegt. Dies ist eine sehr schöne Anlage geworden.

Außerdem verband Isingerode die gemeinsame Zugehörigkeit zum Kreis Wernigerode mit Hornburg. 1941 wurden beide Orte in den Kreis Wolfenbüttel verlegt. 1945 erwies sich dies als Glücksfall, da Isingerode so nicht russisch besetzt wurde.

Nach dem Krieg hat sich Isingerode sehr gut entwickelt. Zu den vor dem Krieg gebauten 27 Wohnhäusern wurden ca. 80 weitere gebaut. Die Einwohnerzahl stieg von 160 in 1939 auf etwa 400 im Jahr 1974.

An Gewerbebetrieben gibt es zurzeit 1 Fenster- und Türenfabrik, 1 Kieswerk (zwei weitere sind inzwischen stillgelegt), 1 Malerwerkstatt, 1 Viehhandel, eine Gaststätte. Außerdem gibt es noch 2 Landwirtschaftsbetriebe. Versorgungsgeschäfte gibt es nicht. Man ist auf die zahlreichen Geschäfte in Schladen und Hornburg angewiesen.

Die Schüler gehen in Hornburg zur Grundschule und dann in Schladen zur Hauptschule mit Realschulabschluss. Höhere Schulen werden in Wolfenbüttel besucht. Die Kinder können die Kindergärten in Schladen besuchen. Es gibt gute Busverbindungen.

Am 1. März 1974 verlor Isingerode seine Selbstständigkeit und als Ortsteil in die Gemeinde Schladen eingemeindet. Die Verwaltung übernahm die Samtgemeinde, die in Schladen ihren Sitz hat.

Schilderung von Herrn Lüttgau.